Zelt, Lodge oder Hotel?

Das Unterwegssein mit dem Zelt bietet eigene Reize: traumhafte Lagerplätze abseits der Touristenströme, große Flexibilität in der Tourenplanung und das Erleben von Lagerfeuerromantik und Bergabenteuer. Auf den in diesem Bildband beschriebenen Routen braucht man ein Zelt aber nur für die Abstecher zum Pike und Dudh Kund auf dem Anmarsch von Jiri nach Lukla.

Entlang der Wanderwege im Everest-Nationalpark gibt es Lodges in großer Zahl und in den unterschiedlichsten Komfortstufen. Für wenig Geld kann man ein sauberes Zimmer mit Bett bekommen. Einen eigenen Schlafsack mit genügend Wärmevermögen muss man jedoch dabeihaben.

Zunehmend werden im Nationalpark neue Lodges gebaut, die den Komfort eines Hotel-Doppelzimmers mit Dusche, WC und Warmwasser bieten. Diese Komfort-Lodges sind deutlich teurer, schaffen aber viele qualifizierte Arbeitsplätze und tragen damit zur Entwicklung von Perspektiven in der Region bei.

 

Wann ist die beste Reisezeit?

Von Mitte September bis November kann man im Nationalpark mit beständigem Wetter und guter Bergsicht rechnen. Im Oktober sind die Besucherzahlen bei Weitem am höchsten! Von Dezember bis Februar ist es deutlich ruhiger, obwohl diese Zeit sehr niederschlagsarm ist und die beste Bergsicht überhaupt bietet. Der Grund: Es kann unangenehm kalt werden!

März bis Mai ist Frühling im Khumbu. Die Tage sind länger und wärmer, alles beginnt zu grünen und zu blühen. Wem es nichts ausmacht, dass nachmittags manchmal Wolken aufziehen und die Berge verdecken, sollte unbedingt diese Zeit wählen.

Ab Juni beginnt der Monsun. Wanderungen sind zwar möglich, es muss aber mit Niederschlägen und schlechterer Bergsicht gerechnet werden.

 

Wo buchen?

Das Internet bietet die Möglichkeit, aus einer unüberschaubaren Vielfalt von Reiseanbietern und Trekkingagenturen zu wählen. Vorsicht – nicht alle halten, was sie versprechen! Aus eigenem Interesse, aber auch im Interesse der in Nepal beschäftigten Träger, Guides, Köche etc. sollte man nur bei seriösen Anbietern buchen. Vor Ort muss man leider oft erleben, wie von windigen Agenturen ausländische Gäste ausgenommen und einheimische Beschäftigte ausgebeutet werden.

 

Mitbringsel

Wer aus Nepal ein Mitbringsel für daheim sucht, muss sich keine Sorgen machen: Sowohl in Kathmandu als auch entlang der Hauptrouten gibt es ein Überangebot an Souvenirläden!

Schwieriger wird es, wenn man von zuhause etwas in dieses arme Land mitbringen möchte. Eines sollte klar sein: keine Süßigkeiten für die Kinder, auch machen Bündel billiger Werbe-Kugelschreiber wenig Sinn.

Eine gute Sache sind dagegen Tütchen mit verschiedenen Gemüsesamen, z.B. Karotten, Rettich und Spinat: Sie nehmen kaum Platz im Reisegepäck weg, wiegen nicht viel und tragen zur Entwicklung eines vielfältigeren Gemüseanbaus im Khumbu bei.