Geographie

Nepal befindet sich in Asien und umfasst eine Fläche von 147.181 km². Das kleine Land liegt zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde: der autonomen Region Tibet der Volksrepublik China im Norden und Indien im Süden, Westen und Osten.

Nepal lässt sich geographisch in drei Hauptregionen gliedern: das flache Terai, das Hügelland mit Höhen bis 3000 m und die Hochgebirgsregion, in der sich acht der zehn höchsten Berge der Erde befinden.

 

Bevölkerung

In Nepal leben knapp 30 Millionen Menschen, davon fast die Hälfte im Flachland. Das größte Bevölkerungszentrum ist das Kathmandu-Tal mit etwa 1,5 Mil-lionen Bewohnern. Nepal ist ethnisch und kulturell ein Mosaik aus über 100 verschiedenen Gruppierungen mit mehr als 60 Sprachen. Etwa 80 % der Bevölkerung sind Angehörige des Hinduismus, 15 % sind buddhistischen Glaubens.

 

Politik

In den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts war Nepal ein autokratisches hinduistisches Königreich, Parteien waren verboten. Erst ab 1987 erklärte sich König Birendra aufgrund von Druck aus dem Ausland zu Reformen bereit: Die ersten demokratischen Wahlen fanden 1991 statt. In den Augen der Bevölkerung war das neue System noch korrupter als die alten Eliten, der Widerstand im Volk wuchs.

Am 1. Juni 2001 löschte Kronprinz Dipendra in einem Massaker nahezu die gesamte Königsfamilie aus, ehe er sich selbst erschoss. Laut offizieller Geschichtsschreibung waren private Gründe ausschlaggebend für diese Tat. Wie dem auch sei, damit wurde der Weg frei für Gyanendra, einen Bruder des ermordeten Königs.

Der Versuch des neuen Königs, die alten Machtverhältnisse wiederherzustellen, spaltete das Land. Die im Untergrund tätigen maoistischen Rebellentruppen führten Nepal in einen bürgerkriegsähnlichen Zustand. Erst die Einigung der Maoisten mit den anderen in der Regierungskoalition vertretenen Parteien ermöglichte Neuwahlen. Das Resultat war die Abschaffung der Monarchie und die Ausrufung einer demokratischen Bundesrepublik Nepal am 28. Mai 2008.

 

Wirtschaft

Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Erde und ist in jeder Hinsicht ein klassisches Entwicklungsland. 80 % der Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, aber besonders in den kargen Bergregionen reichen die Erträge gerade so zur Ernährung der eigenen Familie. Dazu kommt, dass die landwirtschaftlich nutzbare Fläche durch Bebauung und Erosion Jahr für Jahr schwindet.

Der Tourismus ist der wichtigste Devisenbringer, gefolgt vom Export von Teppichen. Landeswährung ist die Nepalesische Rupie. Im Frühjahr 2009 entsprachen 100 Rupien etwa einem Euro.